Passend zur aktuell großen Nachfrage nach italienischen GT Coupés der 50er Jahre können wir Ihnen diesen MASERATI 3500 GT Serie I anbieten.
Im Jahr 1957 präsentierte Maserati auf dem Genfer Autosalon das neue Gran Turismo Coupé, den 3500 GT. Mit 1972 verkauften Exemplaren sollte sich das Konzept des Maserati Inhabers Omer Orsi ein großes, leistungsstarkes und luxuriöses GT Coupé zu bauen aufgehen. Im Vergleich zu den insgesamt 60 gebauten Exemplaren des Vorgängers A6G könnte man sogar fast schon von einer Großserienproduktion sprechen. Der größte Absatzmarkt war vor allem US-Amerika. Der Wagen war bei der High Society wie dem Schar von Persien sowie bei zahlreichen Stars wie beispielsweise Stewart Granger, Gregory Peck oder Elisabeth Taylor sehr beliebt.
Technisch wurde auf das Konzept des erfahrenen Motorkonstrukteurs Gioacchino Colombo vertraut. Er entwickelte bereits die im Renneinsatz erfolgreichen Maserati-Motoren des Typs 250 F bis zum 350 S. Das neu entwickelte Motorkonzept indem er beispielsweise den komplexen Zahnradantrieb der oben liegenden Nockenwellenden durch eine Duplexkette ersetzte sollte so bis 1970 erhalten bleiben. Bewerkenswert sind auch noch heutigen Maßstäben noch die Kolbengeschwindigkeiten des langhubigen Motors (100 mm Hub) von 18.3 m/s.
Die Superleggera Bauweise einer Aluminiumhaut auf einem Gitterrohrrahmen wurde von der Mailänder Carrozzeria Touring durchgeführt. Beim Kauf von so einem Wagen sollte hierbei bei der Prüfung besonders auf Kontaktkorrosion geachtet werden. Abhilfe kann teuer werden.
Bei unserem Angebot handelt es sich um eine frühe Version mit einer Weber-Dreifachvergaseranlage sowie Trommelbremsen. Die Vergaservarianten sind im Allgemeinen den Einspritzversionen vorzuziehen, da sie als unkomplizierter gelten.
Dieser Wagen mit der Fahrgestellnummer # 101.258 wurde am 28. November 1959 ausgeliefert. Es handelt sich um eine europäische Auslieferung – also kein US-Model.
Der aktuelle Eigentümer erwarb den Wagen 2004 und begann ihn Jahr 2007 partiell zu restauriert. Dabei wurde darauf geachtet ihm seine Authentizität nicht zu nehmen. Insofern wurden sichtbare Mängel behoben, der Wagen aber insgesamt nicht total neu aufgebaut. Dabei wurden beispielsweise der Motor sowie die Bremsanlage umfangreich überholt. Es wurden eine Edelstahlauspuffanlage sowie neue Reifen montiert.
Insgesamt ein ansprechender 3500 GT, der substanziell empfehlenswert ist. Es handelt sich nicht um ein Concours Fahrzeug, dafür aber um einen Wagen mit einer europäischen Geschichte, guten Fahreigenschaften sowie Charme im positiven Sinne.